Medienmitteilung
Einladung zur Informationsveranstaltung
Wir
laden Sie ein zur Informationsveranstaltung im Rahmen der Mitgliederversammlung:
Donnerstag 05. Mai 2011, 20:00
Kirchgemeindehaus Le Cap, Predigergasse 3, 3011 Bern
Nothilfe-Regime - eine Sackgasse für alle
mit Jacek Piotr Pulawski, Fotograf
und Dominique Wetli, Leiter der Berner Rechtsberatungsstelle
für Menschen in Not
Der Fotograf Jacek Piotr Pulawski zeigt Aufnahmen vom alltäglichen Leben abgewiesener Asylsuchender in verschiedenen Schweizerischen Nothilfezentren.
Dominique Wetli informiert und nimmt Stellung zum Nothilferegime.
Für Sans-Papiers und abgewiesene Asylsuchende: Ein neues Angebot in Biel
Die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers und die Kirchliche Passantenhilfe und Sozialbüro der Heilsarmee in Biel eröffnen ab Mittwoch, 11. Februar 2009 einen Treffpunkt für „Sans-Papiers “ und für Menschen mit abgewiesenem Asylgesuch, die von der Sozialhilfe ausgeschlossen sind.
In den Räumlichkeiten der Kirchlichen Passantenhilfe und Sozialbüro der Heilsarmee an der Kontrollstrasse 22 in Biel erhalten abgewiesene Asylsuchende und Sans-Papiers künftig jeden Mittwochnachmittag ein Zvieri und ein offenes Ohr, können zwischenmenschliche Kontakte pflegen und gebrauchte Kleider beziehen. Zudem bietet Marianne Kilchenmann, Leiterin der Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers gezielte Unterstützung in Rechts- und Gesundheitsfragen, bei Beziehungsproblemen, bei Fragen zu Unterkunft, Einschulung, Schwangerschaft usw.
Der Treffpunkt wird von einer kleinen Gruppe von Freiwilligen unter der Leitung des Sozialbüros der Heilsarmee betrieben. Er bildet Teil des Unterstützungsnetzes, das von den Kirchen bereitgestellt wird. In der Stadt Bern besteht schon seit zwei Jahren ein vergleichbares Angebot mit einem Mittagessen. Die Erfahrung zeigt, dass dieses Angebot einem echten Bedürfnis entspricht. Der Berner Mittagstisch wird regelmässig auch von Menschen aufgesucht, die sich im Sachabgabezentrum in Lyss aufhalten.
Im Rahmen der Kampagne zur Asylgesetzrevision sprachen sich 2006 die Landeskirchen klar gegen den Sozialhilfestopp bei abgewiesenen Asylsuchenden aus. Im Rahmen des Rechts auf Nothilfe, das von der Bundesverfassung garantiert wird, gewährt der Kanton Bern diesen Menschen eine Nothilfe in Form von Naturalleistungen im Gegenwert von 6 bis 8.50 Franken pro Tag. Heute sind im Kanton etwa 700 Menschen vom Sozialhilfestopp betroffen. Die Umsetzung dieser Massnahme verursacht zahlreiche Probleme. Viele dieser Menschen können nicht in ihr Herkunftsland weggewiesen werden und sind ohne Perspektiven und Mittel auf sich selbst gestellt.
Z'Vieri mit Treffpunkt
Jeden Mittwochnachmittag von 14 bis 17 Uhr, Kontrollstrasse 22, 2503 Biel, 1. Stock.
Die angebotenen Leistungen sind unentgeltlich. Sie richten sich an Sans-Papiers und an Asylsuchende mit abgewiesenem Gesuch, die von der Sozialhilfe ausgeschlossen sind.
Kontaktpersonen
Marianne Kilchenmann, Verein Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers – Menschen ohne geregelten Aufenthalt , Eigerplatz 5, 3007 Bern, Tel. 031 385 18 27, E-Mail beratung@sans-papiers.ch ; Internet www.sans-papiers.ch
Sylvia Wenger, Sozialbüro der Heilsarmee und Kirchliche Passantenhilfe Biel, Kontrollstrasse 22 (ab 1.2.2009), 2503 Biel, Tel. 032 322 53 66, E-Mail sozial_biel@swi.salvationarmy.org
Sozialpreis
2007 für Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers
Die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers und das SRK-Angebot
der Gesundheitsversorgung für Sans-Papiers erhielten den
Sozialpreis 2007 von AvenirSocial Bern. Der Berufsverband der
Sozialen Arbeit erklärt die Gründe für diese Würdigung:
"Diese Projekte haben ein neues Angebot aufgebaut für
die sozialen Probleme von besonders verletzlichen Menschen. Dies
entspricht unseren berufsethischen Grundsätzen. Die beiden
Projekte leisten viel für Menschen in höchst prekären
Lebenssituationen. Sie unterstützen Menschen in grossen existenziellen
Nöten, die keinen Zugang zu öffentlichen Hilfsangeboten
haben und sich sonst nirgends hinwenden können"
Medienmitteilung
von AvenirSocial
Mitteilung
des Vereins Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers
Foto
von der Preisverleihung
Hochkarätiger Beirat für Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers
Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kultur sowie den Kirchen äussern ihre Sympathie für die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers im neu gegründeten Beirat. Im Kanton Bern leben und arbeiten über 10 000 Personen ohne Aufenthaltsbewilligung. Sie sind da, teilweise seit vielen Jahren, manchmal mit ihren Kindern. Der Verein Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers steht diesen Menschen zur Seite.
Weitere Infos finden Sie im Mediencommuniqué vom 23. Mai 2006.
Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers eröffnet
Am 1. Juli 2005 hat die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers BBS - in enger Zusammenarbeit mit der Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende und der Medizinischen Beratung für illegalisierte Frauen (MeBiF) - ihre Tätigkeit an der Schwarztortrasse 124 in Bern aufgenommen. Die Beratungsstelle berät und informiert Migrantinnen und Migranten, die ohne gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz leben. Zehntausende von Personen leben zum Teil jahrelang ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Sie arbeiten und sorgen so für ihren Unterhalt.
Weitere Infos finden Sie im Mediencommuniqué vom 15. August 2005.